Oase im Herbst - uns geschenkt
«Uns geschenkt» - mit diesem Thema beschäftigten sich 14 Personen am frühen Diensttagmorgen. Der Himmel schenkte der Natur, was sie so dringend braucht; Regen. Da ein Teil sowieso in der Kirche geplant war, entschied die Oasegruppe, den ganzen Morgen in drinnen durchzuführen.
Es war eine ganz besondere Atmosphäre im Kirchenraum. Stille, schöne Beleuchtung, Kerzenlicht. Anstelle von spazieren hatten alle zwischen den Inpulsen Zeit, die Kirche genauer zu betrachten und so manches Detail zu entdecken. Auch der Austausch untereinander kam nicht zu kurz.
Beim Start vor der Kirche hörten wir einige Gedanken zum Thema. Die wertvollsten Dinge im Leben können nicht verdient oder gekauft werden. Das Leben selbst ist uns geschenkt. Ebenso Liebe, Freundschaft, Vertrauen, Zeit. Gleichzeitig stellt ein Geschenk immer eine Frage: Was machen wir damit? Es entfaltet seinen Wert erst, wenn wir es annehmen und nutzen. Talente wollen eingesetzt, Beziehungen gepflegt und Zeit sinnvoll genutzt werden. So wird das, was uns geschenkt wurde, wieder zum Geschenk für andere.
Der zweite Input stellte die Frage: Wo ich geboren wurde – Glück oder Pech? – Oder ist es eine Aufgabe? Mit ruhigem Herumspazieren in der Kirche gingen wir dieser Frage nach.
Die Geschichte «Das geschenkte Wunder» erzählte von einem Dialog zwischen einem Kind und einem alten Mann. Das Kind hatte von seiner Oma gelernt, dass jeder Tag ein besonderer Tag ist. So zählt es sein Alter nicht in Jahren, sondern in Tagen. Schon 1665 Geburtstage… Wie viele sind es bei dir?
Es gibt Geschenke, die werden mehr, wenn wir sie teilen – Zeit, Aufmerksamkeit, Vergebung oder ein Lächeln. Der nächste Impuls liess uns nachdenken: Was könnte ich in den nächsten Tagen verschenken? Welcher Person, die für mich ein Geschenk ist oder war, möchte ich Danke sagen? Wenn ich aufmerksam durch die Natur gehe, welche kleine Wunder entdecke ich?
Zum Abschluss wagten wir gemeinsam ein Experiment. Wir liessen uns von der Künstlichen Intelligenz (KI) beschenken. Die Teilnehmenden nannten Begriffe, die ihnen vom heutigen Morgen hängen geblieben sind. Daraus liessen wir KI einen Text schreiben und anschliessend einen Song zaubern. Erstaunlich, welch schönes Lied dabei herauskam!
Weil der Umbau des Oeki noch nicht abgeschlossen ist, durften wir das Zmorge und Zusammensein im Pfarreiheim geniessen. Beschenkt und gestärkt konnten wir in den persönlichen Alltag starten.
Text und Fotos: Monika Wigger